Kvarner/Kroatien/Kvarnerbucht

Kvarnerbucht – Einladung zum Wohlfühlen

31.01.2017

Kvarnerbucht – Einladung zum Wohlfühlen

 

Wie ein anmutiges Fragezeichen schmiegt sich die Küstenlinie der Kvarnerbucht zwischen der Halbinsel Istrien und der Region Dalmatien an das Meer. Davor, mitten im Tiefblau der Adria, liegen ihre Inseln, als hätte ein Riesenkind schimmernde Perlmuttstücke beim Spielen verstreut: Krk, Rab, Cres und Lošinj, Susak, Unije, Ilovik, Košljun, Goli Otok, Plavnik, Male und Vele Srakane.

 

Der Weg ist kürzer als man denkt. Schnell sind die Bucht und ihre sonnigen Inseln erreicht, über die gut ausgebauten Schnellstraßen oder mit einem der zahlreichen, internationalen Flüge nach Rijeka.

 

Viele Besucher kamen seit jeher hierher, prägten das Land und brachten ihre Kultur. Das Volk der Liburner handelte hier bereits 1200 v. Chr. mit Bernstein und hinterließ steinerne Fluchtburgen. Nach den Illyrern kamen Römer, Byzantiner, Ostgoten und Slawen, Franken und Ungarn. Wappen mit dem Marcuslöwen erzählen von venezianischen Eroberungen und die Spuren der österreichischen k.u.k. Monarchie sind heute noch allgegenwärtig. Gepflegtes Erbe: Die Region verweist auf 278 geschützte Kulturgüter, davon 177 historische Einheiten und 161 historische Gebäude und Komplexe.

 

Mild ist das Klima hier, das massige Učka-Gebirge schirmt die Stürme aus dem Westen und Norden ab, von Süden her kommt warme Seeluft. Das ergibt bis zu 2.300 Sonnenstunden im Jahr, doch ausreichend Niederschläge für Palmen und üppiges Grün. Der Sommer im Kvarner duftet nach Lorbeer und Thymian, nach Rosmarin und wildem Fenchel. Milde Winter und warme, aber nicht drückend heiße Sommer machten die Kvarnerbucht schon früh zu einem Ort der Erholung. Pionier war 1844 der Kaufmann Iginio Scarpa aus Rijeka mit seinem Sommerhaus „Villa Angiolina“ in Opatija, damals bloß ein Fischerdorf rund um die Kirche St. Jakob. Darauf folgte das erste hölzerne Strandbad in Novi Vinodolski, das elegante Hotel Kvarner in Opatija und – nach ersten Kurerfolgen auf der Insel Lošinj – die Anerkennung als Kurorte durch Kaiser Franz Josef. Als dann die neue Eisenbahn in nur fünf Stunden Passagiere von Wien nach Opatija beförderte, begann ein kometenhafter Aufstieg, auch der Riviera von Crikvenica mit mittlerweile einem der schönsten Sandstrände an der Adria, wie auch der waldreichen Riviera rund um die bereits im Mittelalter bedeutsame Stadt Novi Vinodolski.

 

Auch hinter der Küste ist es spannend. Etwa an den steilen Höhen des „Gorski Kotar“: Zwischen Wäldern, Karsthöhlen und Wildbächen, rund 800 m über der Kvarnerbucht, zeigt der Risnjak-Nationalpark eine wunderbare Vielfalt an Tieren und Pflanzen. Der Kvarner hat mit 2.700 Pflanzen die reichste Flora des Landes, hier haben auch viele bedrohte und scheue Tierarten einen geschützten Lebensraum gefunden: von Grauadler, Mufflon, Bär, Luchs, Wolf und Schnepfe bis zu mehr als 140 Schmetterlingsarten.

 

Die Adria schließlich zeigt sich als mediterranes Wunderland mit exzellenter Wasserqualität – viele Strände sind mit dem Ökosiegel „Blaue Fahne“ gekennzeichnet – und Fischreichtum, allein vor den Inseln Cres und Lošinj sind rund 140 Delphine heimisch. Lošinj zählt zu den Klassikern, das quirlige Leben in Altstadt und Hafen zwischen Kapitänshäusern aus der venezianischen Renaissance steht in reizvollem Kontrast zu den Pinienwäldern und versteckten Buchten. Beschauliches Naturerlebnis zwischen Lavendel, Zypressen und uralten Olivenhainen steht auf der Insel Cres am Programm. Die lang gestreckte Insel Krk wiederum – durch eine spektakuläre Brücke mit dem Festland verbunden – gilt als Freizeitdestination schlechthin: mit erstklassiger Infrastruktur, vielen Feriendörfern und dem Flughafen Rijeka. Die kleineren Inseln sind verschwiegene Geheimtipps, ob für Tagesausflüge, wie zu den mehr als 30.000 Schriften des Franziskanerklosters auf Košljun, auf Titos abenteuerlicher Gefängnisinsel Goli Otok oder auf das idyllische Ilovik oder Unije. Rab als historisches Schmuckstück und Geburtsort des FKK-Tourismus hingegen lädt nicht nur zum Baden an Naturparkstränden und zum Segeln, sondern auch zum Feiern. Im Juli gehen hier die Lichter aus und die Fackeln an bei der traditionellen „Rapska fjera“, dem Mittelalterfest.

 

Auch der Fasching – wie die berühmten Karnevalsumzüge von Rijeka – ist ein Grund zum Feiern, ebenso wie die kulinarischen Spezialitäten der Region Kvarner. So wird im Juni in Lovran das Kirschenfest begangen, im Herbst hingegen die „Marunada“ zu Ehren der Edelkastanie. Und bei kleinen und großen Festen wird musiziert, getanzt und aufgetischt, was die Region an Köstlichkeiten hergibt: süßlich-nussige Kvarner Scampi, feines Présalé-Lamm von den Inselweiden, aromatisch-pfeffriges Olivenöl, Pilze, Beeren, Wild und sogar Frösche aus dem Hinterland, würzige Käsesorten wie der Grobniker Schafskäse oder der Skripavac aus Kuhmilch und nicht zuletzt die handgemachten Šurlice-Nudeln sowie der Wein „Žlahtina“ („Schlachtina“) mit geografisch geschützter Herkunft der Insel Krk. Wer mitfeiern will, ist herzlich willkommen. Auch im eigenen Interesse. Denn die Kroaten wissen: Wer sich wohl fühlt, kommt wieder.

 

Informationen

Tourismusverband Kvarner HR - 51410 Opatija, N.Tesle 2,

Tel. +385 (0)51 / 272 988, Fax +385 (0)51 / 272 909 kvarner@kvarner.hr, www.kvarner.hr

 

Touristisches Informationszentrum „Kvarner info - Das Tor der Adria“

Tel. +385 (0)51 / 623 333 oder 628 888, info@kvarner.hr