Marktplatz Mittelkärnten / Österreich

Vergebung nach vier Gipfeln und ein sicherer Platz im Paradies

04.04.2018

Jedes Jahr am zweiten Freitag (13. April 2018) nach Ostern begeben sich in Mittelkärnten tausende Pilger auf den traditionellen Vierbergelauf. Dabei erstürmen sie vier Berggipfel, 50 Kilometer und 2.500 Höhenmeter in etwa 16 Stunden – und alles nur, um ihre Sünden loszuwerden.

 

Der Sage nach darf dieser Brauch niemals aufhören, denn sonst geht die Welt unter. Dies war sicher mit ein Grund, dass die sogenannten „(Vier)bergler“ das Verbot dieser Wallfahrt durch Kaiser Joseph II im Jahre 1787 einfach ignorierten. Die Ursprünge des Brauches finden sich als alter Fruchtbarkeitskult sogar schon in keltischen Zeiten, historisch nachgewiesen ist er seit dem späten Mittelalter. 

Der Pilgermarsch startet um Mitternacht vom Magdalensberg. Unter Glockenläuten und mit entzündeten Fackeln, folgen die Teilnehmer dem Vorbeter und den Kreuzträgern in die Nacht hinaus.

Wenn die ersten Anstiege geschafft sind, entschädigt die aufgehende Sonne am Ulrichsberg mit der atemberaubenden Aussicht auf Klagenfurt für die Strapazen. Weiter geht es zum Veitsberg und krönender Abschluss der Pilgerwanderung ist am Abend der Lorenziberg.

Während der Wanderung sammeln viele Pilger das sogenannte Berglerlaub, Zweige immergrüner Pflanzen, die geweiht und später für religiöse Rituale verwendet werden. Auch Getreidekörner tauscht man gerne gegen eine Handvoll geweihter Körner. Sie werden unter das Saatgetreide gemischt und sollen eine reiche Ernte bescheren.

Die Wallfahrer werden von den Bauern, die an dem Pilgerweg wohnen, mit Brot, Most, Milch und Äpfeln bewirtet. Den Kindern, die am Wegrand warten, schenken die Pilger Süßigkeiten. 

Übrigens, wenn das kein Argument zum Mitgehen ist:
Fleißigen Pilgern, die dreimal am Vierbergelauf teilnehmen, verspricht die Legende einen sicheren Platz im Paradies.

 

Zeitlicher Ablauf von der Mitternachtsmesse auf dem Magdalensberg bis zur Schlussandacht auf dem Lorenziberg: 

5 Messen
: 00:00 Uhr (Magdalensberg,) – 4:30 Uhr (Pörtschach am Berg) – 7:00 Uhr (Feldmesse mit dem Diözesanbischof in Karnberg) – 8:00 Uhr (Zweikirchen) – 11:00 Uhr (Liemberg) 
3 Andachten: 13:30 Uhr (Gradenegg) – 15:00 Uhr (Sörg) – 16.30 Uhr (Lorenziberg) 

50 Kilometer und 2.500 Höhenmeter in etwa 16 Stunden:  Magdalensberg, 1059 m, Ulrichsberg, 1022 m, Veitsberg, 1171 m, Lorenziberg, 971 m


Tipp: Mit dem Postbus zum Vierbergelauf 
Der Postbus und die ÖBB bietet eine komfortable Anreise zum Magdalensberg und vom Lorenziberg (Parkplatz Nußberg) wieder nach Hause. Hinfahrt direkt zum Ausgangsort des Vierbergelaufs (Magdalensberg).

 

Weitere Informationen:

Tourismusregion Mittelkärnten, Hauptplatz 23, 9300 St. Veit/Glan, Tel.: +43 (0)4212 45 608, tourismus@kaernten-mitte.at, www.kaernten-mitte.at, www.marktplatzmittelkaernten.at



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Vierbegelauf

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Vierbergelauf

Foto: Elisabeth Peutz

Vierbergelauf

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Mittelkärnten

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Magdalensberg Gipfel mit Gipfelhaus

Foto: TVB Mittelkärnten

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Foto: Tourismusregion Mittelkärnten