Kaiserwinkl / Tirol
Vielfältiges Winterparadies Kaiserwinkl
01.11.2025

Der Tiroler Kaiserwinkl verwandelt sich im Winter in ein weißes Wunderland für Langläufer, Schneeschuhwanderer und Ballonfahrer. Mit 250 Kilometern präparierten Loipen, beschneiten Strecken und spektakulären Heißluftballonfahrten über dem verschneiten Kaisergebirge bietet die Region zwischen Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss nordischen Wintersport in seiner schönsten Form.
Die ersten Sonnenstrahlen legen sich golden über die schneebedeckten Gipfel des Kaisergebirges. In der klaren Winterluft knirscht der Schnee unter den Skiern, während sich vor einem die präparierte Loipe wie ein weißes Band durch die Landschaft schlängelt. Ein Heißluftballon steigt langsam über dem zugefrorenen Walchsee auf und taucht das Panorama in ein Farbenspiel aus Orange und Blau. So beginnt ein Wintertag im Kaiserwinkl – einer Region, die längst kein Geheimtipp mehr ist, sich aber ihre ursprüngliche Authentizität bewahrt hat.
Eines der größten Langlaufgebiete der Alpen
Dass der Kaiserwinkl bei internationalen Athleten zur Top-Trainingsdestination geworden ist, kommt nicht von ungefähr. Etwa 250 Kilometer bestens präparierte Loipen – die eine Hälfte für die klassische Technik und die andere für Skating – bilden ein weitläufiges Netz durch die vier Orte Kössen, Walchsee, Schwendt und Rettenschöss. Das Tiroler Loipengütesiegel garantiert dabei einen hohen Standard bei Präparierung und Sicherheit.
Besonders bemerkenswert sind die beiden beschneiten Loipen. Dank Snowfarming, bei dem Kunstschnee gelagert und konserviert wird, kann der Langlaufspaß bereits ab Mitte Dezember garantiert werden – unabhängig von den Launen des Winters. Die jeweils 2,1 Kilometer lange Hochauloipe in Kössen und die Dorfloipe in Walchsee bieten sowohl eine Spur für Skating als auch für den klassischen Stil. Und das Beste: Die Nutzung aller Loipen im Kaiserwinkl ist kostenlos.
Die Erfolge sprechen für sich: Beim Skigebiete-Award belegte der Kaiserwinkl in der Kategorie Langlauf mehrfach Spitzenplätze und das Portal Skiresort verlieh der Region fünf von fünf möglichen Sternen. Wer die Technik erst erlernen möchte, findet bei den beiden Langlaufschulen vor Ort professionelle Unterstützung – vom Schnupperkurs bis zum Biathlontraining.
Auf leisen Sohlen durch den Schnee
Wenn die Sonne über den Chiemgauer Alpen aufgeht und die ersten Schneekristalle im Licht funkeln, ziehen immer mehr Winterwanderer los – mit und ohne Bergführer. Rund 150 Kilometer präparierte Winterwanderwege durchziehen den Kaiserwinkl und führen zu urigen Almhütten wie der Wandberghütte oder zur Haraualm. Abseits der geräumten Wege eröffnen sich mit Schneeschuhen völlig neue Perspektiven auf die alpine Winterlandschaft.
Der Aufstieg zur Wandberghütte von Rettenschöss aus gilt als ideale Tour für Schneeschuh-Einsteiger. Auf sanft ansteigenden Wegen führt der Pfad durch ein langgestrecktes Tal, während im Rücken mehr und mehr die zackigen Spitzen des Wilden Kaisers sichtbar werden. Für alle, die den Winter lieber gemütlich angehen, bieten mystische Nachtwanderungen am Mittwoch ein besonderes Erlebnis: Bei Kerzenschein und Laternenlicht geht es auf den Kalvarienberg, begleitet von Sagen über die Schatzhöhle vom Entenloch und das Totenkirchl im Wilden Kaiser.
Mit dem Winterwanderpass wird die Bewegung in der Natur zum spielerischen Anreiz. Wer vier von zehn möglichen Zielen erreicht, erhält die begehrte Winterwandernadel – ein schönes Andenken an aktive Tage zwischen Kaisergebirge und Chiemgauer Alpen.











